Getanzte Träume aus Schatten und Licht: Die Show-Sensation aus den USA mit ihren Spitzen-Akrobaten ist zurück

Gewaltige Elefanten und unberechenbare Kleinwürmer bevölkern diese Bühne, flüchtende Wassertöpfe, rasende Lastwagen, bewaffnete Menschenfresser und zwischen allen ein zartes, liebenswertes Mädchen mit Hundekopf. Die Geschichte nimmt so dramatische Wendungen, dass die Zuschauer um das Leben des Mädchens fürchten. Und darüber vergessen, dass es sich um eine perfekte Illusion handelt: Dieses Bühnen-Geschehen inszenieren grandiose Akrobaten allein mit Licht und Schatten – blendend, nachtschwarz und geheimnisvoll. Das Schattenspiel gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Welt, doch selten hat es größere Strahlkraft entfaltet und Begeisterung freigesetzt als in „Shadowland“.

Eine Milliarde Menschen kennen Pilobolus
Hinter dieser weltweit gefeierten Show steckt das 1971 gegründete Pilobolus Dance Theatre aus Connecticut, das seine Stücke ohne Stars in Teamwork entwickelt und der internationalen Tanztheaterszene immer ein Begriff war. 2007 drehte es einen spektakulären Werbespot, in dem Artisten das neueste Auto-Modell von Hyundai allein mit ihren Körpern nachformten. Das Video wurde millionenfach im Netz angeklickt. Als die Truppe dann noch bei der Oscar-Verleihung auftrat, wurden sie in dieser Nacht einer Milliarde Menschen ein Begriff. Erst nach diesem Karriere-Galopp entstand „Shadowland“, eine Grenzgängerei zwischen Tanz, Schattenspiel und Artistik.

Neun Akrobaten im „Schattenland“
Die neun Akrobaten brauchen dazu kaum mehr als Scheinwerfer und Leinwände. Ganz ohne Worte erzählen sie vom Erwachsenwerden eines jungen Mädchens, das im Traum in eine Schattenwelt abtaucht, dort seinen Kopf verliert, als Außenseiterin flieht, Gefahren abwehrt, Liebe findet. Körper strecken und verknäulen sich, formieren Landschaften, bauen sich zu Gebäuden auf, beleben Fabelwesen. Immer bleiben die Gesichter und Körper schwarz, dennoch zeigen sie alles – Angst, Lust, Zorn, Ekel und Glück. Und manchmal, bevor die Kunst in Kitschnähe abdriften kann, gehen kurz die Scheinwerfer an und enttarnen den Zauber generös, gewähren Einblick in die Raffinessen der Lichtkulisse.

1,5 Millionen Besucher weltweit
Die sinnliche, oft komische, immer spannende Performance elektrisiert Zuschauer und Kritiker. Seit der Uraufführung 2009 besuchten 1,5 Millionen Zuschauer in 34 Ländern auf vier Kontinenten „Shadowland“. Jetzt kommt das Original für nur drei kurze Gastspiele im April 2019 in Berlin, München und Frankfurt nach Deutschland zurück!

Die Entstehungsgeschichte von Shadowland

Mehrere Jahre hatte das PILOBOLUS Dance Theater mit der traditionellen Form des Schattentheaters experimentiert, bevor es diese zu einer neuen Form der Performance weiterentwickelte. Den Anstoß hierzu gab ein Anruf des japanischen Autoherstellers Hyundai, der fragte, ob PILOBOLUS in der Lage sei, ein Auto darzustellen ohne ein Auto zu zeigen. Man sagte erst einmal „ja, das können wir“, und die Idee mit Schatten zu arbeiten wurde geboren. Daraufhin wurden die Produzenten der Oscar-Verleihung auf diese ungewöhnliche Art der Darstellung aufmerksam und engagierte die Kompanie mit ihren Schatten für die Oskar-Verleihung 2007 – der VW-Bus aus „Little Miss Sunshine“ war da zu sehen oder der Stöckelschuh des Plakatmotivs von „Der Teufel trägt Prada“.

Das heutige Ergebnis der mehrjährigen Arbeit mit Schattengebilden ist eine Mischung aus dem unverkennbaren Stil von PILOBOLUS und innovativen Ausflügen in gänzlich neue Gebiete. Mit „Shadowland“ erlebt das Publikum eine weitere, neue Dimension von Schatten und Tanz in poetisch ineinander-fließenden Bildern.

Den Handlungsstrang der Show entwarf der Kinderbuchautor Steven Banks (SpongeBob SquarePants), den Soundtrack schuf der populäre amerikanische Musiker, Produzent und Filmkomponist David Poe, dessen Kompositionen für Shadowland von Balladen bis zu treibenden Rocknummern reichen. Seine Songs untermalen auf poetische Weise die Themen und Bilder der faszinierenden Schattenwelt.

Die Handlung in Shadowland

Nacht. Ein kleines Haus in einer kleinen Straße. Ein Mädchen im Teenageralter macht sich bettfertig. Sie strebt nach Unabhängigkeit, aber für ihre Eltern ist sie noch das kleine Mädchen. Da sie mit ihren Gedanken nur ins Reich der Träume fliehen kann, geht sie schlafen, doch nur solange bis sie durch etwas aufgeweckt wird, was hinter ihrer Schlafzimmerwand lauert – ihr Schatten. Plötzlich dreht sich die Wand ihres Zimmers und nimmt sie auf der anderen Seite gefangen. Da sie nicht fliehen kann, begibt sich das Mädchen auf eine Entdeckungsreise, tiefer und tiefer in das Land der Schatten um einen Weg nach draußen zu finden. Merkwürdige Kreaturen begegnen ihr auf der Reise – gleichzeitig komisch und böse, angsteinflößend und verführerisch - verrückte Köche versuchen sie in einer Suppe zu verkochen, Monster mit Klauen drohen sie zu zermalmen und eine gigantische Hand verwandelt sie in einen Hund, und ein Zentaur findet den Weg zum Herzen des Hundemädchens. Mit der flüchtigen Logik eines Traums, der Anmut eines akrobatischen Tanzes, dem Humor des besten Cartoons und dem Herzen einer Liebesgeschichte, feiert Shadowland die seltsame Kraft der Verwandlung bei Dunkelheit, um uns in unerwarteter und aufregender Art und Weise zu zeigen, wer wir sind.

PILOBOLUS in der Presse

„Seit seinen frühesten Tagen gehört die Metamorphose zur pursten PILOBOLUS - Erfahrung. Wir sehen beides – Körperlichkeit und Illusion. Körper werden Bilder und ein Bild fließt in das nächste, poetisch, unerklärlich“, schrieb der Journalist Alistair MacCaulay in der „New York Times“ über PILOBOLUS.

Und Michael Werner schwärmt in der Stuttgarter Zeitung: „Wenn man „Shadowland“ gesehen hat, ist man sprachlos. Weil man so was noch nie gesehen hat. Weil man eigentlich die Mitglieder der USamerikanischen Tanz-und-viel-mehr-Kompanie PILOBOLUS alle umarmen möchte, dafür, dass sie einem so etwas Schönes, Anrührendes und völlig Unerwartetes beschert haben. Aber sagen? Sagen möchte man nichts. Außer vielleicht: „Toll!““